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16. Nov 2015

Helaba-Konzernergebnis liegt zum dritten Quartal bei 485 Mio. Euro

Die Helaba hat in den ersten neun Monaten 2015 ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 485 Mio. Euro erzielt.

Die Helaba hat in den ersten neun Monaten 2015 ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 485 Mio. Euro erzielt. Es liegt um 22 Mio. Euro oder vier Prozent unter dem sehr guten Vorjahreswert von 507 Mio. Euro. Der anteilige Planwert wird deutlich übertroffen. Nach Steuern erreicht das Konzernergebnis 319 Mio. Euro (Vorjahr: 340 Mio. Euro).

Herbert Hans Grüntker, Vorstandsvorsitzender der Helaba, bewertet das Q3-Ergebnis positiv: „ Das Zwischenergebnis reflektiert die gute Entwicklung des operativen Kundengeschäftes der Helaba. Das mittel- und langfristige Neugeschäft stieg erneut an. Dies schlägt sich auch in einem stabilen Zinsüberschuss und einem höheren Provisionsüberschuss nieder. Der Verwaltungsaufwand liegt trotz regulatorisch bedingter Kostensteigerungen und höherer Zuführungen zu den Sicherungseinrichtungen unter dem Vorjahresniveau. Mit Blick auf das Ende des Geschäftsjahres bin ich zuversichtlich, dass wir das geplante Ergebnis übertreffen werden. Aus heutiger Sicht erwarte ich ein Ergebnis auf dem Niveau des Rekordergebnisses von 607 Mio. Euro aus dem Vorjahr.“

G+V: Zinsüberschuss stabil, Provisionsüberschuss legt zu, Verwaltungsaufwand rückläufig
Der Zinsüberschuss betrug 983 Mio. Euro und lag leicht um 0,5 Prozent über dem Vorjahr (978 Mio. Euro).

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft bewegte sich mit minus 114 Mio. Euro spürbar über dem Vorjahreswert (minus 62 Mio. Euro), lag aber unterhalb des zeitanteiligen Planwertes. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge ist um 5,1 Prozent auf 869 Mio. Euro gesunken.

Der Provisionsüberschuss stieg um 16 Mio. Euro bzw. 7 Prozent auf 245 Mio. Euro. Dabei entwickelten sich insbesondere die Provisionen in der Vermögensverwaltung sowie im Kredit- und Avalgeschäft positiv.

Dank stabiler Kundenbeiträge liegt das Handelsergebnis mit 119 Mio. Euro trotz der schwierigen Marktverhältnisse im 3. Quartal auf dem Niveau des Vorjahres (121 Mio. Euro)

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Nichthandels-Derivaten belief sich auf minus 1 Mio. Euro (Vorjahr: 72 Mio. Euro).

Das Ergebnis aus Finanzanlagen (inkl. At-Equity-Bewertung) ging um 11 Mio. Euro auf 13 Mio. Euro zurück. Es ist u.a. durch eine Abschreibung auf eine Anleihe der HETA Asset Resolution AG (Klagenfurt) in Höhe von minus 38 Mio. Euro beeinflusst.

Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg um 90 Mio. Euro auf 147 Mio. Euro. Es ist geprägt durch das Ergebnis aus Immobilienbeständen, die als Finanzinvestition gehalten werden (103 Mio. Euro). Darüber hinaus wirkte sich der Wegfall von Sonderbelastungen des Vorjahres positiv aus.

Der Verwaltungsaufwand sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Mio. Euro auf 907 Mio. Euro. Während die Personalaufwendungen tarifbedingt um 22 Mio. Euro auf 465 Mio. Euro anstiegen, konnten die anderen Verwaltungsaufwendungen trotz der vollständigen Berücksichtigung der neuen europäischen Bankenabgabe und der höheren Beiträge zu den Sicherungseinrichtungen der Sparkassen-Finanzgruppe um 27 Mio. Euro auf 442 Mio. Euro gesenkt werden. Entlastend wirkte der Wegfall der Aufwendungen für die Serviceleistungen der Portigon AG.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 485 Mio. Euro nach 507 Mio. im Vorjahr. Nach Abzug des nahezu unveränderten Ertragssteueraufwandes von 166 Mio. Euro ergab sich ein Konzernergebnis von 319 Mio. Euro (Vorjahr 340 Mio. Euro).

Bilanzsumme bei gestiegenen Kundenforderungen nahezu unverändert

Die Konzernbilanzsumme ist mit 178 Mrd. Euro gegenüber dem Jahresende leicht um 1 Mrd. Euro gesunken. Die Forderungen an Kunden haben sich - auch wechselkursbedingt - insbesondere durch einen Anstieg der Forderungen gegenüber Firmen- und Immobilienkunden sowie der öffentlichen Hand auf rund 94 Mrd.Euro um 3 Prozent erhöht. Die Handelsaktiva nahmen um knapp 3 Mrd. Euro auf gut 28 Mrd. Euro ab.

Auf der Passivseite haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,8 Mrd. Euro auf gut 37 Mrd. Euro, die verbrieften Verbindlichkeiten um 2,7 Mrd. Euro auf 51 Mrd. Euro und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 3,5 Mrd. Euro auf knapp 49 Mrd. Euro erhöht. Aufgrund der gestiegenen kurzfristigen Einlagen sanken die Handelspassiva auf nunmehr gut 20 Mrd. Euro.

Das Geschäftsvolumen des Helaba-Konzerns zum 30. September 2015 blieb mit 206 Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Positiver Neugeschäftsverlauf bei weiter sinkenden Margen

Solide Entwicklung der Finanzkennziffern

Das mittel- und langfristige Neugeschäft (ohne Fördergeschäft der WIBank) erreichte konzernweit 13,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 12,5 Mrd. Euro). Vom Neugeschäft entfielen auf das Immobilienkreditgeschäft 7,5 Mrd. Euro, auf das Corporate-Finance-Geschäft 3,5 Mrd. Euro. Das Verbundgeschäft mit Sparkassen, das Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft sowie das Bauspargeschäft trugen 1,9 Mrd. Euro bei. Das mittel- und langfristige Neugeschäft mit öffentlichen Gebietskörperschaften erreichte 0,8 Mrd. Euro. Die durchschnittliche Zinsmarge des gesamten mittel- und langfristigen Neugeschäfts lag über dem geplanten Wert, aber deutlich unter der erzielten Vorjahresmarge.

Die Aufnahme mittel- und langfristiger Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt lag nach neun Monaten bei rund 11,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,5 Mrd. Euro). Das ungedeckte Refinanzierungsvolumen betrug 4,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 4 Mrd. Euro). Der Absatz an Retail-Emissionen für das Privatkundengeschäft der Sparkassen ging in Folge des Niedrigzinsumfeldes auf rund 1,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,4 Mrd. Euro) zurück. Die Pfandbriefemissionen beliefen sich - wie im Vorjahreszeitraum - auf insgesamt 4 Mrd. Euro. Auf öffentliche Pfandbriefe entfielen 1,5 Mrd. Euro und auf Hypothekenpfandbriefe 2,5 Mrd. Euro. Zur Stärkung der Refinanzierungsbasis trugen Nachrangemissionen im Volumen von rund 700 Mio. Euro bei.

Unter Berücksichtigung der geltenden aufsichtsrechtlichen Übergangsregeln („phased-in“) lag die harte Kernkapitalquote (CET1) zum 30.09.2015 bei 13,1 Prozent. Die Gesamtkapitalquote betrug 18,3 Prozent. Die harte Kernkapitalquote bei voller Anwendung der ab 2018 geltenden Regelungen („fully loaded“) erreichte 12,0 Prozent. Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) lag bei 3,9 Prozent.

Die Eigenkapitalrentabilität vor Steuern erreichte 8,8 Prozent. Die Cost-Income-Ratio erreichte 60,2 Prozent.

Jahresausblick

„Die Helaba hat in den ersten drei Quartalen 2015 ihren positiven Geschäfts- und Ergebnisverlauf fortgesetzt. In einem an Wettbewerbsintensität zunehmenden Marktumfeld erwartet der Vorstand ein Jahresergebnis auf dem Niveau des sehr guten Vorjahreswertes, sofern keine gravierenden Turbulenzen an den Märkten auftreten“, so Herbert Hans Grüntker mit Blick auf das vierte Quartal 2015.

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Mike Peter Schweitzer
Leiter Kommunikation und Pressesprecher
Ursula-Brita Krück
Stv. Pressesprecherin
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